4. 10 things I would tell my 16-year old self

Ganz ehrlich, mir fällt nichts ein. Ich weiß, dass ich da gerade in einer Abhängigleitsfreundschaft mit Adele war, dass ich möglicherweise gerade mein erstes Mal hatte – sollte der Brief an eine Zeit davor gehen, würde ich ihr erzählen wie schmerzhaft es war und wie sehr ich jetzt wünschte, mein erstes Mal erst ein paar Jahre später, mit 21 mit meinem ersten richtigen Freund, gehabt zu haben. Dass sie mehr wert ist, als diese Hippie-Leute ihr vermitteln, dass sie glücklicher werden würde, würde sie mit ihren Geschwistern gemeinsam Springschnur springen, eine Beziehung zu ihnen aufbauen und da eine tiefe Freundschaft entstehen lassen.

Ich weiß nicht, ob das helfen würde, ob sie das tatsächlich täte…aber ich glaube, dass mir das zu einem sehr viel glücklicheren Leben verholfen hätte.

16…außerdem gehe ich vl gerade in die Kunstschule. Ich bin nicht sicher, ob ich mir dazu was sagen würde. Vl dass ich 9 Jahre später entdeckte, dass ich tatsächlich kreativ bin, dass zeichnen nicht nur Spaß macht, sondern auch interessant ist. Es aber okay ist, das erst in ein paar Jahren zu entdecken. Außerdem macht es durchaus Sinn, französisch zu lernen..aber das würde ich mir nicht glauben, es mit einem Winken meiner Hand abtun.

Ich würde mich noch einmal dazu anhalten, das Hippie (ein Shisha-Lokal, das meine Schwester und ich damals besuchten)  sein zu lassen, es durch besseres zu ersetzen. Wshl würde ich Gott bitten, mir Worte zu schenken, die mich damals wirklich berühren.

Ich würde außerdem vorschlagen, Eman besser kennenzulernen, ein Bekannter meines Bruders. Ich ging natürlich schon lange nicht mehr in die Gemeinde, in der sein Vater Pastor war, wusste nicht einmal, dass mein Bruder noch Kontakt zu ihm hatte…aber Jahre später erfahre ich, dass dieser junge Mann etwas wirklich besonderes war.

Vl bin ich aber auch noch im Gymnasium, dazu hätte ich dann, glaube ich, nichts mehr zu sagen. Es ist okay, dass ich Schule gewechselt hab. …mir fällt gerade auf, ich habe die beste ‘Beste Freundin’, die ich jemals hatte, im Hippie kennengelernt.. Verzwickte Sache… Aber ich glaube, nichts könnte die Freundschaft zu meinen Geschwistern ersetzen. Nichts die Langzeitfolgen des Hippies wettmachen.

Gut und angenommen, das wäre alles schon gelaufen. Angenommen es ist Dezember, ich habe Carina kennengelernt, Sex gehabt, meine ersten Selbstmordpläne und Adele schwer verletzt (psychisch). Was könnte ich dann sagen? Wie könnte ich noch schlimmeres verhindern?

Ich würde mich wohl, ebenso wie zu jedem anderen Zeitpunkt, dazu anhalten Beziehung zu meinen Geschwistern zuzulassen. Vorallem zu meinem Bruder. Noch ginge es, noch wäre es leicht. Ihr wohnt im selben Haus. Ich würde ihr sagen, dass ich ihre Ängste kenne, dass ich weiß, dass sie Angst vor seinen Blödeleien hat, dass sie Angst hat, verletzt zu werden. Und ich würde ihr sagen, dass sie wshl verletzt wird, weil Verletzung zu Beziehung dazugehören. Ich würde ihr sagen, dass ihr Bruder sie liebt, wie kein Mann, bis zu dem Mann, den sie mal heiraten wird, es je wieder tun wird. Dass er ihr niemals absichtlich weh tun würde. Und dass er sie beschützen wird.

Ich würde ihr nicht raten zu einem TPC zu fahren oder Gott näher zu kommen.. Das hätte keinen Sinn. Meine Mutter hat kürzlich erzählt, dass sie mal gesagt bekommen hat, als es ihr wirklich schlecht ging, sie Gott aber immer noch nicht wirklich interessierte; Das will keiner hören, ich weiß.. Aber es geht dir noch nicht schlecht genug. Und es stimmt. Es ging mir niemals schlecht genug, ich sah immer einen Weg. Bis zum 27. Jänner 2017. Und da entschied ich mich wieder für ein Leben mit ihm.

Außerdem würde ich ihr sagen, sie solle die Geschichte, die sie geschrieben hat, abtippen, sich selbst per Mail schicken. Und das PW zu der Mail Adresse ihren zweiten Vornamen sein lassen. Denn irgendwann wird sie den Block verlieren, und damit ihre erste wirkliche Kurzgeschichte.

Wshl würde ich ihr auch sagen, dass irgendwann ein Punkt in ihrem Leben kommen wird, an dem sie nicht mehr die Zeit zurück stellen will. An dem die Erfahrungen, das Gelernte schwerer wiegen, als all der Schmerz.

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